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Die richtige Kaffeemühle - Ein unersetzlicher Begleiter!

Eine gute Kaffeemühle ist mehr als die halbe Miete, wenn es darum geht, einen guten Espresso zuzubereiten. Denn wenn die Bohnen ideal und gleichmäßig gemahlen sind, kann man auch mit günstigeren Espressomaschinen einen sehr guten Espresso beziehen.

Als Faustregel gilt dabei: Die Mühle sollte ungefähr das gleiche kosten wie die Siebträgermaschine.

Denn wenn der Kaffee sehr ungleichmäßig gemahlen ist, kann auch die beste Espressomaschine der Welt wenig ausbessern und der Espresso wird nicht so gut gelingen!



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Beliebte Mühle
Kaffeemühle Graef CM 800 im Test

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Die Graef CM 800 im Test

 

Die Graef CM800 zählt zu den beliebtesten Espresso-Mühlen, da sie ein hervorragendes Preis-Lesitungs-Verhältnis bietet und damit besonders für Einsteiger– aber auch Mittelklasse-Espressomaschinen sehr interessant ist. Was die Maschine genau kann, erfahren sie im Testvideo, oberhalb!

Rommelsbacher EKM 300 Test

 

Bei der Rommelsbacher EKM 300 Kaffeemühle handelt es sich um eine günstige Mühle, welche nicht speziell auf eine Siebträgermaschine ausgelegt ist. Sie lässt sich dennoch problemlos mit einer Siebträger-Espressomaschine kombinieren. Was die Mühle alles kann, efahren sie im Video!

 

Der große Kaffeemühlen Test: Das richtige Mahlergebnis entscheidet!

Viele Leute unterschätzen den Einfluss einer guten Kaffeemühle auf den späteren Espresso. Sie denken es würde genügen eine teure Espresso- oder Kaffeemaschine zu kaufen. Oftmals wird dabei aber die Kaffeemühle vergessen, wodurch ein großer limitierender Faktor in der Qualität des Espressos entsteht. Denn die Siebträgermaschine kann noch so hochwertig und teuer sein: Wenn sie kein vernünftiges Kaffeemehl bekommt, welches gleichmäßig und entsprechend fein gemahlen ist, dann wird auch die Siebträgermaschine den Kaffee nicht retten können.

Aus diesem Grund sollten sie ein besonderes Augenmerk auf die Kaffeemühle legen und hier nicht am falschen Ende sparen, sondern genügend Geld in der Hinterhand behalten. Entscheiden sie sich lieber für eine günstigere Siebträgermaschine und investieren sie mehr Geld in die Mühle anstatt am Ende wohlmöglich vorgemahlenen Kaffee aus der Tüte zu verwenden.

Als Faustregel gilt:

Die Kaffeemühle sollte ungefähr das gleiche kosten wie die Espressomaschine selbst!

 

Unser Kaffeemühlen Test: Darauf haben wir geachtet!

Im Folgenden wollen wir ihnen die Kriterien aufzeigen, auf welche es bei einem Kaffeemühlen Test ankommt und auf welche wir dementsprechend auch selber geachtet haben. Es ist nämlich wichtig, ein Verständnis dafür zu bekommen, worauf es im Endeffekt überhaupt ankommt und warum die Mühle solch einen großen Stellenwert im Prozess der Espresso Zubereitung hat!

Qualität des Mahlergebnisses

Mahlgrad der CM 800 KaffeemühleDas wohl offensichtlichste aber auch gleichzeitig wichtigste zuerst: Das Mahlergebnis! Aber worauf kommt es beim Mahlen überhaupt an und wann ist das Ergebnis gut und wann nicht?

Das aller Wichtigste beim Kaffeemehl ist, dass es gleichmäßig gemahlen ist. Das bedeutet, dass im Idealfall alle “Körner” des Kaffeemehls gleich groß sind und am besten auch noch die gleiche Form haben. Natürlich ist diese Vorstellung in der Realität nicht zu erreichen, aber so sähe der Idealfall aus, woran man sich orientieren sollte.

Wenn man also ein feines Espresso-Pulver aus der Mühle bekommen möchte, dann sollten die Bohnen sehr gleichmäßig fein gemahlen sein und es sollten keine einzelnen, großen Stücke hervorstechen. Genau andersherum ist es der Fall, wenn man sich für einen groben Mahlgrad entscheidet, dann sollten alle Bohnen gleichmäßig grob gemahlen sein und möglichst wenig feine Partikel enthalten.

Besonders wichtig ist hierbei übrigens der “Feinstaubgehalt“. Nein, das hat nichts mit Dieselmotoren oder ähnlichem zu tun, sondern steht für sehr sehr feine Partikel, welche fast schon staubförmig sind. Diese entstehen bei jedem Mahlvorgang und lassen sich nicht umgehen, allerdings sollte der Anteil dieses Feinstaubs so gering wie möglich sein, da er in der Regel überextrahiert wird und für einen bitteren und schlechten Geschmack sorgt.

 

Extraktion des Kaffees

Beim späteren Brühen des Kaffees sorgt das heiße Wasser mit gleichzeitig hohem Druck dafür, dass die Aromastoffe aus dem Kaffee extrahiert werden. Dabei gilt: Je feiner der Kaffee gemahlen ist, desto leichter lässt er sich extrahieren und desto stärker wird er auch extrahiert.

Das kann man sich ähnlich wie beim Feuer machen vorstellen. Wenn man probiert ein ganzes Holzstück anzuzünden, passiert in der Regel recht wenig. Wenn man dagegen aber ganz viele feine Holzspäne nimmt, lassen diese sich relativ einfach und gut entzünden. Im übertragenden Sinne steht das Holzstück dabei für die ganze Bohne und die Holzspäne für das gemahlene Kaffeepulver.

Und nun kann man auch nachvollziehen warum der Kaffee exakt gleich grob oder fein gemahlen werden sollte. Damit kann man nämlich gewährleisten, dass der Kaffee sehr gleichmäßig extrahiert wird und man kann sich mit der Temperatur langsam anpassen, um das best mögliche Ergebnis zu erzielen.

Hat man allerdings teilweise sehr grobe und teilweise sehr feine Partikel in seinem Kaffeepulver werden die groben Anteile viel zu schwach extrahiert und die feinen Partikel viel zu stark extrahiert, wodurch der Kaffee bitter und viel zu stark schmeckt.

Todraum

Kaffeemühlen TestEin weiteres, wichtiges Kriterium beim Kaffeemühlen Test ist der Todraum des jeweiligen Geräts. Der Todraum gibt an, wie viel fertig gemahlener Kaffee in der Mühle zurück bleibt. Denn oftmals sind Mühlen so gebaut, dass der Kaffee nicht direkt vom Mahlwerk in den Behälter fallen kann, sondern noch einen Umweg machen muss.

Je länger der Weg ist, den das gemahlene Pulver zurücklegen muss, desto mehr Kaffee bleibt in der Regel auch nach dem Mahlen in der Mühle. Dadurch hat man zwei Nachteile:

Einerseits gestaltet sich die Reinigung natürlich als nicht so einfach, da das Kaffeemehl über die Zeit auch gerne mal an den Wänden festklebt und es sich manchmal nur schwer wieder lösen lässt.

Andererseits altert das gemahlene Kaffeepulver in der Mühle und verliert an Aroma. Und das ist der viel wichtigere Punkt, warum der Todraum einer Mühle so klein wie möglich sein sollte. Denn nehmen wir einmal an, sie bereiten einen Kaffee zu und machen den nächsten erst vier Tage später. Dann verwenden sie für den späteren Kaffee das Pulver von vor vier Tagen, welches vier Tage lang in der Mühle war. Das ist gesundheitlich relativ unbedenklich, allerdings geht das Aroma des Kaffees in dieser Zeit sehr stark verloren, wodurch der Kaffee nicht gut schmecken wird.

Aus diesem Grund ist es wichtig die Mühle nach längeren Standzeiten gut auszuklopfen, dass alte Kaffeereste aus dem Gerät herauskommen und sie den anschließenden Kaffee ganz frisch zubereiten können.

Benutzerfreundlichkeit

EspressomühleHierbei geht es weniger um das Ergebnis des Mahlvorgangs sondern um die generelle Handhabung der Maschine, angefangen bei der Menüführung und Bedienung. Wie einfach ist es die Maschine zu benutzen und wie viel kann man vielleicht individuell einstellen? Denn viele Funktionen sind nicht für jeden Anwender ein Vorteil, wenn man diese gar nicht nutzt oder das Menü dadurch unnötig komplex wird. Dies ist natürlich ein Problem, welches eher bei höherpreisigen Maschinen auftritt, da die günstigen in der Regel nur eine Mahlgradeinstellung und einen Knopf zum Ein- und Ausschalten besitzen.

Teurere Mühlen verfügen dagegen teilweise über ganze Displays und viele verschiedene, sehr individuelle Möglichkeiten die Maschine einzusetzen, wodurch die Bedienung natürlich komplizierter wird.

Ein weiterer Aspekt könnte zum Beispiel ein verschließbarer Bohnenbehälter sein, welchen man abnehmen kann, ohne, dass alle restlichen Bohnen unten herausfallen. Dies sind natürlich eher Kleinigkeiten und sollten kein K.O. Kriterium für oder gegen eine Mühle sein, allerdings sind dies Kleinigkeiten, welche den Umgang mit einer Mühle im Alltag erleichtern können.

Anwendungsgebiet

Unser Kaffeemühlen Test hat gezeigt, dass sich nicht jede Mühle gleich gut für jede Anwendung eignet. Was bedeutet das im Konkreten? Nun, es gibt manche Mühlen, welche sehr gut darin sind, gröberes Kaffeemehl zu mahlen. Diese eignen sich dann zum Beispiel für Frenchpress oder ähnlichem sehr gut, da sie den Kaffee sehr gut zum grobem Pulver mahlen können. Will man mit solch einer Mühle allerdings feines Espresso Pulver herstellen, versagen sie oftmals und erfüllen diese Aufgabe nicht zufriedenstellend.

Andererseits gibt es auch Mühlen, welche besser darin sind sehr feines Kaffeepulver zu mahlen und dementsprechend für die Espresso-Zubereitung prädestiniert sind. Welche Mühle sich pauschal am besten für welche Anwendung eignet kann man nicht genau sagen, dass muss jeder Kaffeemühlen Test individuell zeigen.

Sollten sie generell auf der Suche nach einer günstigeren Kaffeemühle sein müssen sie sich um diesen Punkt ohnehin eher weniger Gedanken machen, da die Unterschiede durchaus im Detail liegen. Wenn sie allerdings schon etwas weiter sind und auf die Feinheiten Wert legen, sollten sie unbedingt auf die richtigen Anwendungsgebiete Acht geben.

Lautstärke

LautstärkeEin praktischer Punkt, welcher wenig mit dem Mahlergebnis und dessen Qualität zu tun hat, aber trotzdem in den meisten Kaffeemühlen Tests eine wichtige Rolle spielt: Die Lautstärke.

Natürlich kann man im Zweifel darüber hinweg sehen, solange das Mahlergebnis passt und sehr gut ist. Aber gerade wenn man morgens Kaffee zubereiten möchte und die Mühle so laut ist, dass sie die komplette Nachbarschaft weckt, dann wünscht sich so manch einer eventuell doch, die leisere Variante genommen zu haben. Aus diesem Grund sollte dieser Punkt nicht komplett unterschätzt werden.

Auch wenn sie zum Beispiel Besuch haben und währenddessen Kaffee zubereiten wollen, ist die Lautstärke der Espressomühle nicht unerheblich. Natürlich wird eine Kaffeemühle immer Geräusche produzieren, da die Kaffeebohnen natürlich aufgebrochen werden und sich ein gewisser Geräuschpegel nicht vermeiden lässt. Allerdings gibt es durchaus Unterschiede in der Lautstärke, da manche Maschinen die Geräusche deutlich besser abdämmen als andere.

Zusatzfunktionen

Als letztes wollen wir noch auf die Zusatzfunktionen eingehen, welche eine Maschine im Kaffeemühlen Test positiv herausstechen lassen kann. Diese können sehr vielseitig sein und können schlecht verallgemeinert werden. Wir wollen allerdings ein paar Beispiele von netten Zusatzfunktionen nennen!

Display

Zuerst wäre da das Display zur Darstellung der Einstellung und eventuell sogar zur Bedienung der Mühle. Ein Display findet sich meist nur bei den wirklich teuren Mühlen, welche schon mehrere Hundert Euro kosten, da es bei den günstigen Varianten auch einfach nicht von Bedarf ist, da diese nicht so viele Einstellmöglichkeiten bieten. Ein Display kann aber auf jeden Fall für eine bessere Bedienbarkeit und mehr Übersicht sorgen, da man Menüpunkte einfach visualisiert hat und die Mühle dann nach Belieben einstellen kann.

Integrierte Waage

Auch dieses Feature haben eher die teureren Modelle im Kaffeemühlen Test vorzuweisen gehabt: Die integrierte Waage! Sie ermöglicht es einem direkt die passende Kaffeemenge in den Siebträger zu mahlen, ohne sich auf sein Augenmaß oder andere Erfahrungswerte verlassen zu müssen. Damit hat man also die Möglichkeit, die Kaffeemenge exakt zu reproduzieren, wodurch man den Espresso noch besser optimieren und verfeinern kann.

Denn viele unterschätzen den Einfluss der Kaffeemenge, die im Siebträger ist und welchen Einfluss diese auf das spätere Ergebnis des Espressos hat!

Vergewissern sie sich aber in einem konkreten Kaffeemühlen Test wie gut bzw. genau die jeweilige Waage ist. Denn nur weil eine Waage verbaut ist, heißt das nicht automatisch, dass diese auch gut ist bzw. akkurat arbeitet.

Auto Start / Stop

Eine Funktion, welches besonders Nutzer der Graef CM 800 sehr zu schätzen wissen. Denn diese Mühle hat einen kleinen Druckschalter verbaut, welcher betätigt wird, wenn man den Siebträger unter die Mühle hält. Damit fängt die Mühle an automatisch Kaffee zu mahlen, solange sich der Siebträger unter dem Gerät befindet. Hat man genug Kaffee gemahlen, zieht man den Siebträger einfach wieder unter der Mühle hervor und sie hört automatisch auf die Bohnen zu mahlen, ohne dass weiteres Pulver neben den Siebträger fällt.

Espressomühle vs. Kaffeemühle: Wo ist der Unterschied?

Zusatzfunktionen der Mühle im TestNun wissen sie, worauf sie bei einem umfangreichen Kaffeemühlen Test alles achten können und was wirklich entscheidend ist, um eine gute Mühle zu bekommen. Doch oftmals werden Espressomühlen und Kaffeemühlen unterschieden. Doch wo genau liegt der Unterschied?

Streng genommen gibt es darauf nicht die eine, richtige Antwort. Denn jede Espressomühle ist automatisch eine Kaffeemühle, doch andersherum kann man das nicht pauschal sagen. Was zeichnet also eine spezielle Espressomühle aus, welche man mit seiner Siebträgermaschine kombinieren kann?

1. Feine und variable Mahlgrade

Der wichtigste Punkt, wie auch schon bei der generellen Kaffeemühle ist wohl das Mahlergebnis! An eine Espressomühle werden dabei allerdings spezielle Anforderungen gestellt. Denn für einen Espresso benötigt man sehr fein gemahlenes Kaffeepulver, wodurch der Espresso erst seine charakteristische Aromatik und seinen unvergleichlichen Geschmack entfalten kann.

Denn nur wenn die Espressobohnen wirklich fein gemahlen wurden kann man sie einerseits sehr gut im Siebträger verdichten und andererseits können die Aromastoffe dann leichter aus dem Kaffee extrahiert werden. Ist das Kaffeepulver zu grob gemahlen, dann sind die Leerräume zwischen den einzelnen Kaffeepartikeln zu groß und das Wasser fließt beim Brühen zu schnell hindurch. Dadurch läuft der Espresso viel zu schnell durch den Siebträger hindurch und schmeckt fad und wässrig!

Besonders wichtig ist, dass das Pulver schön gleichmäßig gemahlen wird, da einzelne Partikel sonst überextrahiert werden können, wodurch Bitterstoffe freigesetzt werden. Und diese schmecken natürlich nicht gut im Kaffee.

Variable Mahlgrade

Neben der Qualität der Mahlgrade spielt die Quantität bei einer Espressomühle aber auch eine wichtige Rolle. Denn um den perfekten Espresso zubereiten zu können muss man sich schrittweise herantasten und immer wieder neue Mahlgrade ausprobieren. Hier ist es wichtig, dass man auch bei den feinen Mahlgraden viele verschiedene zur Verfügung hat, um genügend Spielraum für Variation zu haben.

 

2. Auslegung auf den Siebträger

Richtige Espressomühlen erkennt man in der Regel schon daran, dass sie speziell für einen Siebträger gebaut sind. Was bedeutet das? Nun, nichts anderes, als dass die Bauform auf einen Siebträger abgestimmt ist und man das Kaffeepulver direkt in den Siebträger mahlen kann, ohne es vorher in einem generellen Auffangbehälter zu sammeln.

Dies ist einerseits natürlich extrem praktisch, weil man den Siebträger bei Bedarf ganz einfach unter die Mühle hält und die passende Menge an Kaffee bezieht. Andererseits macht es sich aber auch im Geschmack bemerkbar, da der Kaffee so wenig Kontakt wie möglich mit anderen Materialien haben sollte. Durch das direkte Mahlen in den Siebträger kann man das Aroma dementsprechend bestmöglich erhalten und den Kaffee schnellstmöglich verarbeiten!

Insgesamt sollte man in einem Espressomühlen Test also darauf achten, dass es sich auch wirklich um eine explizite Espressomühle handelt, wenn man denn danach sucht. Denn die alltägliche Handhabung mit einem Siebträger wird dadurch deutlich vereinfacht und außerdem ist das Mahlergebnis auch in der Regel besser für einen Espresso geeignet!

Das Mahlwerk: Kegelmahlwerk oder Scheiben?

Kommen wir nun zum Herzstück einer jeden Mühle: Das Mahlwerk. Jede Zusatzfunktion oder Verarbeitungsqualität wird im Endeffekt hinfällig, wenn das Mahlwerk nicht seinen Job erledigt und den Kaffee akkurat und gleichmäßig mahlt. Doch wie bei den meisten Dingen im Leben gibt es nicht das eine, perfekte Mahlwerk, sondern unterschiedliche Hersteller werben mit unterschiedlichen Mahlwerken und preisen deren Vorteile im Vergleich zu den anderen Varianten an. Schnell kommt also Verwirrung auf, welches Mahlwerk nun das beste ist. Wir wollen ihnen einen kleinen Überblick und Vergleich über die zwei beliebtesten Mahlwerk-Technologien geben: Das Kegelmahlwerk und das Scheibenmahlwerk.

Scheibenmahlwerk

Das Scheibenmahlwerk besteht aus zwei gegenüberliegenden, konkav geformten Scheiben. In der Mitte haben die Scheiben einen größeren Abstand voneinander als am Rand. Der Mahlgrad des Mahlwerks wird dabei ganz einfach über den Abstand der beiden Scheiben geregelt. Doch wie funktioniert das Mahlwerk nun genau?

Der Mahlvorgang beginnt in der Mitte der beiden Scheiben, wo die Bohnen noch annähernd ganz landen. Durch die Rotation der Scheiben werden die Espresso oder Kaffeebohnen nun allerdings aufgebrochen und eine erste Zerkleinerung findet statt. Durch die Fliehkraft werden die Kaffee-Partikel nun automatisch weiter nach außen getragen, wo die Scheiben enger beisammen sind. Dadurch werden die Partikel wiederum aufgebrochen und so wird der Kaffee schrittweise immer kleiner gemahlen. Am Ende kommt das fertige Kaffeepulver am Rand heraus.

Kegelmahlwerk

Genau betrachtet ist das Kegelmahlwerk eine Variation des Scheibenmahlwerks, welches vor allem im günstigeren Consumer Bereich sehr gerne verwendet wird. Das Mahlwerk besteht aus einem nach oben gerichteten Kegel mit einem entsprechenden Gegenstück. Die Bohnen fallen dann von oben in das Mahlwerk hinein und werden durch die Schwerkraft automatisch nach unten gezogen. Nach unten hin wird der Kegel allerdings immer größer, wodurch die Bohnen natürlich immer feiner gemahlen werden. Am Ende fällt das fertige Kaffeepulver unten aus dem Mahlwerk heraus.

An sich also das gleiche Prinzip wie beim Scheibenmahlwerk, nur dass die Bohnen über die Schwerkraft ganz automatisch durch das Mahlwerk “fallen”.

Welches Mahlwerk ist denn nun besser?

Am Ende kann man nicht konkret sagen, welches das bessere Mahlwerk ist. Fakt ist, dass bei einem Scheibenmahlwerk höhere Drehzahlen erforderlich sind, um genug Fliehkraft aufzubauen, welche die Bohnen nach außen drücken. Dadurch entstehen tendenziell höhere Temperaturen an den Mahlscheiben, was für den Geschmack und das Aroma des Espressos schlecht ist, da die Aromastoffe schneller verfliegen.

In den meisten günstigen Mühlen, welche im unteren Dreistelligen Euro Bereich angesiedelt sind werden Kegelmahlwerke verbaut. Allerdings sind diese nicht pauschal besser, denn auch sie benötigen in der Regel eine höhere Drehzahl um das geringe Drehmoment der Motoren auszugleichen.

Teure Kegelmahlwerk-Mühlen dagegen, welche starke Motoren verbaut haben müssen nicht mit solch einer hohen Drehzahl betrieben werden, da die Kraft auch in den geringen Drehzahlen zum Mahlen ausreicht. Diese können den Kaffee also schonender mahlen.

Am Schluss bleibt aber zu sagen, dass es stark darauf ankommt, welchen Anspruch man nun hat. Wirklich Gedanken um das richtige Mahlwerk sollte man sich erst ab einem Budget von circa 400€ aufwärts machen. Bei allen günstigeren Mühlen sollten sie eher darauf achten, dass das Mahlergebnis gleichmäßig und gut ist, anstatt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, welches Mahlwerk in der Mühle steckt!

Elektrische Kaffeemühle vs. Hand Kaffeemühle

Nun bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, ob man sich eine elektrische Kaffeemühle oder doch lieber die manuelle Hand Kaffeemühle zum selber kurbeln kaufen sollte. Dies ist in erster Linie eine Frage der Vorliebe, denn beide Varianten sind auf jeden Fall dazu in der Lage, gutes Kaffeepulver herzustellen. Es kommt natürlich immer stark auf das Modell und auf das Budget an, aber pauschal kann man nicht sagen, dass eine Variante von beiden deutlich überlegen ist. Die Hand Kaffeemühle bietet natürlich deutlich mehr “Feeling” beim Prozess des Mahlens und man drückt nicht einfach auf irgendeinen Knopf und wartet zehn Sekunden, bis das Pulver fertig ist. Für viele wird gerade diese Tatsache aber auch der große Vorteil von elektrischen Kaffeemühlen sein, da sie eben keine Lust haben selber zu kurbeln und sich anzustrengen um die Bohnen zu mahlen.

Lautstärkevorteil bei der Hand Kaffeemühle

Manuelle Handkaffeemühle im TestEin deutlicher Vorteil der Hand Kaffeemühle ist natürlich der Lautstärkepegel, da eine manuelle Mühle einfach leiser ist als die elektrischen Varianten. Das heißt nicht, dass man damit geräuschlos Kaffee mahlen könnte, aber im Vergleich zu den elektrischen Kaffeemühlen sind die manuellen schon deutlich leiser, da der Elektromotor einfach wegfällt. Dadurch kann man sie natürlich gerade am Morgen besser verwenden, ohne dass man das komplette Haus oder die Nachbarschaft weckt.

Welches Modell hat das bessere Mahlergebnis?

Wie bereits erwähnt gibt es durchaus sehr hochwertige, manuelle Kaffeemühlen, welche ein wirklich gutes Ergebnis liefern können. Allerdings muss man bei einer Hand Kaffeemühle in der Regel mehr Geld ausgeben, um das gleiche Mahlergebnis wie bei einer elektrischen Kaffeemühle zu bekommen. Das liegt ganz einfach daran, dass die elektrischen Modelle heutzutage weitaus mehr verbreitet sind und die manuellen Kaffeemühlen eher ein Nischendasein führen.

Ein weiterer Vorteil der elektrischen Mühlen ist, dass sie immer mit konstanter Drehzahl mahlen. Dadurch wird das Ergebnis tendenziell gleichmäßiger und besser reproduzierbar. Bei der Hand Kaffeemühle kann es natürlich vorkommen, dass man mit der Kurbelgeschwindigkeit ein wenig variiert, wodurch Ungleichmäßigkeiten entstehen können.

Eine Frage der Vorliebe

Am Ende ist es eigentlich eine Frage des Geschmacks, ob man lieber eine manuelle Kaffeemühle oder eine elektrische haben möchte. Die elektrischen sind auf jeden Fall unkomplizierter und entspannter zu bedienen. Auf der anderen Seite vermitteln die manuellen Mühlen natürlich noch besser das Gefühl der Kaffeezubereitung.

Das Fazit zum großen Kaffeemühlen Test

Nun haben sie eine Menge über die Thematik der Kaffeemühlen gelernt. Wir haben das Thema absichtlich so umfangreich behandelt, da es einen derart großen Einfluss auf die Kaffeezubereitung hat. Am Ende bleibt zu sagen, dass es je nach Budget sehr große und deutliche Unterschiede bei den Kaffeemühlen gibt. Als Faustregel gilt aber weiterhin: Die Mühle sollte annähernd so viel wie die Siebträgermaschine kosten!

Für Leute, die nicht unendlich viel Geld für eine Kaffeemühle ausgeben wollen gibt es für ca. 200€ schon sehr gute Modelle, welche ein gleichmäßiges Mahlergebnis und einigermaßen viele Mahlgrade bieten. Wer sich allerdings eine Siebträgermaschine für 500€ aufwärts kauft, der sollte auch schauen, dass er eine dementsprechend gute Mühle kauft, da man sonst einfach das Potential der Espressomaschine verschenkt.