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2. Häufige Fehler bei der Espresso-Zubereitung

Für geschmackliche oder optische Unstimmigkeiten des Espressos kann es tausend Gründe geben. In diesem Artikel möchten wir uns mit häufigen Fehlern bei der Zubereitung beschäftigen und Ihnen mögliche Gründe nennen, worauf sie zurückzuführen sind. Besonders für Einsteiger ist es oft schwierig zu erkennen wo der Fehler in der Zubereitung passiert sein könnte und trotzdem ist klar: der Espresso schmeckt nicht so wie er sollte. Im folgenden haben wir einige häufige Probleme der Geschmacksveränderung Ihres Espressos zusammengetragen.

1) Der Espresso schmeckt bitter

Espressobohne zubereitetHierfür könnten folgende Faktoren die Ursache für das Problem sein: Ein häufiger Fehler der zu einem bitteren Geschmack führt ist eine zu hohe Kaffeemenge im Sieb. Pauschal kann man keine optimale Kaffeemenge vorschlagen da jede Siebträgermaschine unterschiedlich ist, jedoch gibt es für jede Espressomaschine „Richtwerte“ an an die man sich orientieren kann. In der Regel liegt dieser Wert bei etwa 7g. Ein weitere Grund könnte ein zu feiner Mahlgrad oder eine zu hohe Brühtemperatur sein. In beiden Fällen verbrennt das Kaffeemehl zu schnell, was zu einem bitteren Geschmack führt. Genauso kann es sein, dass das Kaffeepulver zu stark gepresst wurde, was sich auch in einem bitteren Geschmacbk widerspiegeln kann.

2) Der Espresso schmeckt zu leicht

Genau das Gegenteil zum ersten Beispiel: der Espresso schmeckt zu leicht. Hierfür sind die Gründe meistens genau das Gegenteil vom ersten Beispiel. Es kann sein, dass die Temperatur zu gering ist oder das Kaffeemehl zu leicht gepresst wurde. Genauso kann es sein, dass sich zu wenig Kaffee im Sieb befindet und somit das Wasser zu schnell durchläuft und nicht genug Aromen in den Espresso gelangen können. Hinzu kommt ein weiterer häufiger Grund und der liegt in der Verkalkung der Maschine bei seltener Reinigung. Auch dies kann sich im Geschmack des Espressos äußern.

Der falsche Tamper 

Auch mir ging es bei meiner ersten Espressomaschine nicht anders. Im Lieferumfang des Siebträgers war ein Kaffeelöffel mit integriertem Tamper bereits enthalten und ich sah keinen Grund dafür noch mehr Geld auszugeben, um mir einen separaten Tamper zuzulegen. Der Tamper wird schon seinen Dienst tun dachte ich und habe bestimmt ein halbes Jahr gebraucht, bis ich den ersten richtigen Tamper in den Händen hielt. Der erste Espresso den ich damit zubereitete öffnete mir jedoch schlagartig die Augen, wie unerlässlich ein guter Tamper für die Espresso-Zubereitung tatsächlich ist (Hier geht es zum ausführlichen Tamper-Blogartikel). Durch das hohe Eigengewicht und die gute Verarbeitung sorgt der Tamper dafür, dass das Kaffeemehl richtig im Sieb verdichtet wird. Dies wiederum sorgt nicht nur für eine bessere Crema, sondern auch für ein gleichmäßigeres Auslaufen aus dem Siebträger und damit für einen geschmackvolleren Espresso. Sollten Sie sich also bisher noch keinen hochwertigeren Tamper zugelegt haben, wird es jetzt höchste Zeit Ihre eigenen Erfahrungen damit zu sammeln. Dies könnte die Qualität Ihres Espressos schlagartig auf ein neues Level heben!

Unsere Tipps zur Verbesserung

Wir empfehlen hier Schritt für Schritt vorzugehen. Zunächst sollten Sie versuchen alle Faktoren so konstant wie möglich zu halten. Danach geht es an die Fehleranalyse. Hier sollten Sie versuchen nach und nach einige der Parameter zu verändern und zu schauen, wie sich dies auf die Qualität des Espressos auswirkt. Oft kann man schon riesige Veränderungen feststellen, wenn man nur einen der Faktoren ein wenig variiert. Wir empfehlen Ihnen zudem unbedingt, sich eine separate Mühle anzuschaffen. Frische Bohnen haben einen unglaublichen positiven Einfluss auf die Qualität Ihres Espressos! Gleichzeitig kann man die Menge und den Mahlgrad individuell bestimmen, wodurch die Optimierung deutlich leichter wird und mehr Spaß macht.

Probleme mit der Crema?

CremabildungDie Crema ist das Herzstück eines Espressos. Es gibt bestimmt nicht wenige die fast ausschließlich auf die Konsistenz der Crema fokussiert sind. Auch hier können sich einige Fehler in der Zubereitung einschleichen, die mit einer Optimierung leicht  zu beheben sind. Nachfolgend haben wir einige Probleme benannt die immer wieder auftauchen. Dahinter finden sie eine kurze Beschreibung der möglichen Ursachen. Die oben stehenden Tipps zur Verbesserung finden natürlich auch für diese Fehlerbeseitigung Anwendung.

1) Keine Crema

Sollte es passieren, dass gar keine Crema vorhanden ist, ist ein häufiger Grund eine zu niedrige Wassertemperatur oder ein zu geringer Druck. Die Wassertemperatur eines Espressos sollte in der Regel um die 90 Grad liegen, fällt die Temperatur unter 85 Grad, kann sich keine Crema bilden. Ein weiterer Grund kann ein zu grober Mahlgrad oder eine zu geringe Kaffeemenge sein. Auch hier kann sich eine gründliche Reinigung lohnen, da ein unsauberes Sieb auch eine häufige Ursache für schlechte Cremabildung ist.

2) Zu dunkle Crema

Häufige Fehler die zu einer dunklen Cremabildung führen sind zu hohe Temperaturen oder ein zu feiner Mahlgrad. Ersteres passiert besonders dann, wenn man mehrere Espressi nacheinander beziehen möchte. Nach dem Milchschaumbezug kühlt sich die Maschine nur langsam ab. Beides führt dazu, dass der Kaffee während des Brühvorgangs verbrennt und sich die Crema infolgedessen dunkel färbt. Gleichzeitig kann es aber auch passieren, dass sich die Crema dunkel verfärbt wenn das Kaffeemehl zu stark ins Sieb gepresst wird. Auch hier gilt es wieder nacheinander alle Fehlerquellen zu eliminieren.

3) Zu helle Crema

Genau das Gegenteil wie im oben genannten Beispiel und auch die Gründe für eine zu helle Crema sind meistens die gegenteiligen Gründe für eine zu dunkle Crema. Häufige Fehler sind oft ein zu grober Mahlgrad, eine zu geringe Wassertemperatur, eine zu geringe Kaffeedosierung und eine Verkalkung der Siebträgermaschine.

Wie die perfekte Crema gelingt können sie in unserem Ratgeber-Artikel nachlesen.

Fazit

Espresso ZubereitungDie häufigsten Ursachen für unzufrieden stellende Crema und Geschmacksabweichungen des Espressos liegen also mehrheitlich in der Wassertemperatur, dem Mahlgrad des Kaffees und der gewählten Kaffeemenge im Sieb. Hinzu kommt der richtige Druck mit der das Kaffeemehl in das Sieb gepresst wird. Um der Lösung eines Problems näher zu kommen empfiehlt es sich nacheinander die einzelnen Parameter zu verändern und das Ergebnis zu kontrollieren, um mit Sicherheit die Ursache für ein Problem heraus zu kristallisieren.


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